Arbeitspaket 10 – Darstellung der Bodenbiodiversität in Deutschland, Ableitung von Maßnahmen

In Arbeitspaket 10 (AP10) werden die Erkenntnisse der Arbeitspakete 2-9 zusammengefasst und synthetisiert, unter der Leitung vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv / Universität Leipzig, Christian Ristok). Auf Basis der zusammengetragenen Informationen und Analysen wird die Bodenbiodiversität in den verschiedenen Lebensraumtypen in Deutschland dargestellt und ihr Zustand übergreifend bewertet. Die Referenzwerte der Bodenbiodiversität sowie die Ergebnisse der Analysen der möglichen Faktoren, die zu relevanten Abweichungen geführt haben können, werden dokumentiert und dargestellt. Weiterhin werden in AP 10 entsprechend der Ergebnisse für die verschiedenen Lebensraumtypen nutzungsspezifische Maßnahmen identifiziert, die zum Schutz und der Wiederherstellung der Bodenbiodiversität beitragen können. In AP 10 werden dazu die Wirksamkeit der verschiedenen Maßnahmen dargestellt und bewertet, sowie die praktisch- technischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen und Erfordernisse für eine Implementierung, soweit möglich, erörtert. Die Ableitung der nutzungsspezifischen Maßnahmen wird durch eine systematische Literaturrecherche zu „Nachhaltige Instrumente und Maßnahmen für den Schutz der Bodenbiodiversität“ unterstützt.

In AP 10 werden konkrete Vorschläge für die Implementierungen der Bewertungssysteme und Indikatoren für einen guten /schlechten Bodenzustand in gesetzlichen Regelwerken erarbeitet, so dass die Wirksamkeit der Maßnahmen sichtbar und die Kontrolle der Effizienz der Gesetzgebung ermöglicht wird. Hierzu gehören auch Vorschläge für die Verstätigung des Monitorings der Biodiversität in Böden, so dass Zustand und Trends in nationalen und europäischen Strategien und Berichten einfließen können. Entsprechend werden auf nationaler Ebene die Entwicklungen der Regelwerke des Bundesbodenschutzgesetzes, der nationalen Biodiversitätsstrategie, des Bundeswaldgesetzes und des Klimaschutzgesetzes, sowie auf EU-Ebene die Richtlinie zur Bodenüberwachung und Resilienz (Soil Monitoring and Resilience Law) und das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Law) begleitet.

Um die Integration der Ergebnisse der AP 2 bis 9 effektiv zu ermöglich wird AP 10 durchweg in intensiver Zusammenarbeit mit AP 9 agieren und über den gesamten Projektverlauf die Arbeiten von AP 2 bis 9 begleiten.


Arbeitspaketleitung:
iDiv / Universität Leipzig
Mitwirkung:
Fraunhofer IME
gaiac eco assessment GmbHt
RWTH Aachen University
ahu GmbH
EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH