Arbeitspaket 8 – Datenhaltung und -flüsse

Im Projekt BioDive4Soil werden bundesweit Daten zur biologischen Vielfalt in Böden erhoben. Dazu gehören morphologisch bestimmte Organismen, DNA-Barcoding- und eDNA-/Metabarcoding-Daten sowie Vegetationsaufnahmen, Boden- und Umweltparameter, Geodaten und methodische Metadaten.

Das Arbeitspaket Forschungsdatenmanagement (AP8) wird von der RWTH Aachen University (Alexander Bach / Martina Roß-Nickoll) geleitet und schafft die Grundlage dafür, diese unterschiedlichen Daten einheitlich zu erfassen, miteinander zu verknüpfen, zu prüfen und langfristig nachnutzbar zu machen. Ziel ist eine nachvollziehbare Datenstruktur, die den gesamten Weg von der Probenahme im Gelände bis zum qualitätsgesicherten Datensatz abbildet.

Hierfür werden eindeutige Identifikatoren für Untersuchungsflächen, Probenahmeereignisse, Proben und Teilproben entwickelt. Standardisierte Datenvorlagen, kontrollierte Vokabulare und taxonomische Referenzsysteme sollen gewährleisten, dass Daten aus verschiedenen Methoden, Organismengruppen und Institutionen zusammengeführt werden können.

DIVERSITY WORKBENCH

Als zentrale Dateninfrastruktur wird das Datenbankmanagementsystem Diversity Workbench eingesetzt. Bei der Einrichtung wird das Projekt durch das IT -Zentrum der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns unterstützt. Die Entwicklung der Datenstrukturen und Arbeitsabläufe wird zudem inhaltlich durch das im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Konsortium NFDI4Biodiversity unterstützt.

Das Datenmanagement orientiert sich an den FAIR-Prinzipien. Die Daten sollen auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar sein. Perspektivisch sollen qualitätsgesicherte Datensätze auch über geeignete Forschungsdateninfrastrukturen und öffentliche Repositorien bereitgestellt werden.

Bisher wurden die zentralen Datenflüsse und Anforderungen der beteiligten Arbeitspakete erfasst. Erste Strukturen für Identifikatoren, Metadaten und Datenübermittlungen wurden entwickelt und mit den Projektpartnern abgestimmt. Im weiteren Projektverlauf werden diese Strukturen anhand der eingehenden Daten erprobt, angepasst und um automatisierte Prüf- und Importprozesse erweitert.

Arbeitspaketleitung:
RWTH Aachen University
Mitwirkung:
gaiac eco assessment GmbH
EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH
ECT Ökotoxikologie GmbH